© Fränkische Zeitung 

Liebe Leserinnen und Leser aus dem Gemeindegebiet Thurnau,

die Informationen der letzten Tage und Wochen zeigen uns sehr genau, wie verletzlich unsere Welt ist. Der Coronavirus stellt uns vor bislang ungeahnte Herausforderungen und wir erkennen plötzlich Schwachstellen, die uns vor Fragen stellen. Reichen unsere Medikamente und die Betten in unseren Kliniken bei einem starken Ausbruch der Krankheit aus? Sind die Menschen auf eine Extremsituation vorbereitet? Eine eindeutige Antwort gibt es derzeit darauf nicht. Fakt ist, wir müssen schnell lernen, vernünftig mit dem Thema umzugehen. Wegignorieren nach dem Motto „mich trifft das eh nicht“ ist dabei sicherlich genauso falsch wie in Panik zu verfallen. Die aktuellen Zahlen der Fachleute zeigen, dass der Virus gerade für Ältere und Vorerkrankte eine konkrete Gefahr darstellt. Jetzt zählt die Vernunft von jedem Einzelnen, um die Ausbreitung zu verlangsamen und damit auch die Kapazitäten der ärztlichen Versorgung zu gewährleiten. Weitere aktuelle Informationen sind auf unserer Homepage unter dem Bereich „news“ zu finden.

Einen passenden Übergang zu den gemeindlichen Informationen zu finden gelingt mir aufgrund des schweren Themas leider nicht, weshalb ich ganz direkt zu den Bekanntmachungen aus der letzten Sitzung des Marktgemeinderates komme. Für zwei große Maßnahmen haben die Gremiumsmitglieder in ihrer Januar-Sitzung grünes Licht erteilt. So wurden für die Sanierung des ehemaligen Sparkassengebäudes Aufträge vergeben und auch mit den Umbauarbeiten bereits begonnen. Bis zum Herbst dieses Jahres sollen dort fünf Wohnungen entstehen. Auch für den Bau einer Stichstraße im Industriegebiet und der Herstellung der Oberflächenentwässerungsanlage wurden in gleicher Sitzung entsprechende Aufträge vergeben. Auch hier sollen in den nächsten Wochen die Bauarbeiten beginnen, damit im Sommer die Unternehmen anschließen können.

Auch wenn das Wetter noch nicht danach aussieht, laufen bereits erste Vorbereitungen für die geplante Freibaderöffnung im Mai. U.a. soll eine Regulierung eingebaut werden, um künftig den PH-Wert des Wassers automatisch messen zu können, zudem stehen wieder einige Verschönerungsarbeiten an. Um das Freibad langfristig auf einen aktuellen Stand zu bekommen sind jedoch größere Investitionen wie u.a. in technische Ausstattung und eine neue Plane notwendig. Der Markt Thurnau hat hierfür in Zusammenarbeit der hiesigen Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner einen Förderantrag über rund 700.000 Euro gestellt. Eine Entscheidung über die mögliche Bezuschussung soll in den nächsten Tagen in Berlin fallen.

In den ehemaligen Räumen des EDEKA-Marktes konnten in den letzten Wochen zwei neue Märkte ihre Eröffnung feiern. Der Textildiscounter Kik sowie der Verbrauchsartikelhändler Tedi öffneten ihre neuen Filialen in Thurnau. Zug um Zug füllen sich somit auch die leer stehenden Ladengeschäfte wieder. Für das ehemalige Norma-Areal plant der Markt Thurnau eine komplette Überarbeitung der Fläche und die Schaffung von Wohnraum.

Ich wünsche einen guten Start in den Frühling, zumindest in den Kalendarischen!

Ihr

Martin Bernreuther


Blickpunkt Thurnau vom Freitag, 13. März 2020, Seite 3