E-paper - 13. März 2020
Blickpunkt Thurnau

E-Paper - Auswahl
 
 

Egal aus welcher Richtung man im Moment auf den Kasendorfer Marktplatz zusteuert, wird man zwangsläufig Zeuge der zurzeit größten und intensivsten Baustelle im ganzen Marktgemeindegebiet. Dass das Anwesen „Marktplatz 2“ ab nächstem Jahr als neuer Jugendtreff genutzt werden kann, bedarf aktuell noch großer Vorstellungskraft. Doch die Abbrucharbeiten sind mittlerweile abgeschlossen und mit dem Wiederaufbau kann man in die nächste Bauphase übergehen.

Als Anfang September mit der Sanierungsmaßnahme begonnen wurde, rechnete man in etwa mit 18 Monaten Gesamtbauzeit und hatte nach einem Teilabriss des Gebäudes eine statische Kernsanierung im Inneren geplant. Doch nach ersten Abrissarbeiten zeigten sich katastrophale Mängel an Bausubstanz und Statik. Intensive Gespräche mit der Denkmalschutzbehörde häuften sich und nach und nach musste mehr von dem historischen Gebäude abgetragen werden. „Ein Gesamtabriss wurde nicht befürwortet. Hier wäre außerdem die zugesicherte 90-prozentige Förderung des Freistaates Bayern weggefallen“ erklärt Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Um dem Jugendtreff hier eine neue und adäquate Bleibe anbieten zu können, ist man auf diese Förderung jedoch zwingend angewiesen; aus eigenen und alleinigen Mitten wäre dies nicht realisierbar.

Bis auf Kellergeschoss und Teile des Erdgeschosses wurde das Gebäude so bis kurz vor den Weihnachtsfeiertagen fast vollständig abgebrochen. „Das Projekt mit der Einhaltung verschiedenster Vorgaben und Gesetzen hat dem Gemeinderat und der Verwaltung bisher sehr viel Kraft gekostet. Aber eine erste Hürde ist überwunden. Mit dem M2 geht’s jetzt wieder aufwärts“ so Steinhäuser.

Im Monat Februar konnten bereits Teile des Erdgeschosses sowie der neuen Geschossdecke aufgemauert werden. Auch die zukünftige Treppe ins Obergeschoss konnte zwischenzeitlich eingebaut werden. In den kommenden Märzwochen steht nun die Betonierung der Geschossdecke an. Die Arbeiten werden von der Firma Vogel aus Unterzettlitz ausgeführt.

Im Anschluss daran werden erster Stock und Dachstuhl neu aufgebaut. Eine aus Sicht des Denkmalschutzes erhaltenswerte historische Holzbohlendecke wird saniert und hierbei wieder eingesetzt. Über das Farbkonzept wurde ebenfalls bereits im Gemeinderat diskutiert. Passend zu den vorgesehenen Dachziegeln im typisch fränkischen Rotton soll das Gebäude in Zukunft in der Farbe „Mango 63“, einem warmen Gelbton erstrahlen.

Blickpunkt Thurnau vom Freitag, 13. März 2020, Seite 11 (15 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE