E-paper - 13. März 2020
Blickpunkt Thurnau

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Klausurtagung: „Gut aufgestellt im Dekanatsbezirk Thurnau“

Bei einer Klausurtagung am 15.02.2020 hat der Dekanatsausschuss erste Überlegungen angestellt, wie die kirchliche Arbeit der Zukunft gestaltet werden kann, um für bevorstehenden Herausforderungen gerüstet zu sein.

Ende 2020 wird die Landessynode der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern den neuen Landesstellenplan verabschieden. Es wird bayernweit eine Reduzierung der Stellen geben. Für die Verteilung der dem Dekanatsbezirk zugewiesenen Stellen ist der Dekanatsausschuss verantwortlich. Um gute Lösungen zu finden, wird zunächst betrachtet, welche Schwerpunkte von kirchlicher Arbeit in den Kirchengemeinden und im Dekanatsbezirk gesetzt werden sollen und wie die Kirchengemeinden stärker nachbarschaftlich planen und arbeiten können.

Bei der Klausur wurden zuerst die Stärken und Besonderheiten der einzelnen Kirchengemeinden wahrgenommen. Außerdem wurden Themen benannt, die die Gemeinden derzeit beschäftigen. Anhand einer großen Karte des Dekanatsbezirks wurden anschließend die öffentlichen und kirchlichen Strukturen des Dekanatsbezirks erkundet. Herausgearbeitet wurden hierbei vor allem die alltäglichen Wege und Aufenthaltsorte der Menschen. Welche Beziehungen gibt es zu welchen Kinderbetreuungseinrichten und Schulen? Wo arbeiten die Menschen? Wo sind soziale Treffpunkte? Welche Verbindungen der Kirchengemeinden gibt es untereinander? Gibt es Regionen, die sich zusammengehörig fühlen?

Begleitet wurde der Klausurtag von Pfarrerin Sabine Hirschmann, die als Studienleiterin in der Gemeindeakademie Rummelsberg tätig ist, sowie von Gemeindeberater und Pfarrer Günter Daum aus Weidenberg. „Es wird ein langer Weg und wir stehen noch ganz am Anfang“ betonte Dekanin Beck und fügte hinzu: „Es ist überaus wertvoll, dass aus allen Kirchengemeinden Vertreter im Dekanatsausschuss mitarbeiten, denn so sind alle Kirchengemeinden im Blick.“ Darüber hinaus werden auf dem Weg bis zum Verteilungsbeschluss des Dekanatsausschusses (im Herbst 2021) immer wieder die Kirchenvorstände, Pfarrer und Pfarrerinnen in die Gespräche und die Entwicklung von Lösungen einbezogen.

Das evangelische Dekanat Thurnau besteht aus 13 Kirchengemeinden, die in 9 Pfarreien organisiert sind. Der Kirchenvorstand ist das Leitungsgremium einer Kirchengemeinde. Er kümmert sich um die Organisation der Gemeindearbeit und hat Personalverantwortung für die haupt- und nebenamtlich Mitarbeitenden. Er ist für die Finanzen der Kirchengemeinde, sowie die kirchlichen Gebäude zuständig. Zweimal im Jahr treffen sich alle Kirchenvorstände des Dekanatsbezirks zur Dekanatssynode. Aus dieser Gemeinschaftsversammlung heraus wurde zuletzt 2019 der Dekanatsausschuss gewählt, der die Entscheidungsbefugnisse auf Dekanatsebene hat. Dem Dekanatsausschuss gehören sowohl hauptamtliche (Pfarrerinnen und Pfarrer) als auch ehrenamtliche Mitarbeiter (Kirchenvorstandsmitglieder) an. Der derzeitige Ausschuss besteht aus 19 Mitgliedern: Dekanin Martina Beck (Thurnau), Karin Barwisch (Krögelstein), Monika Baumgarten (Hutschdorf), Pfarrerin Jennifer Ebert (Thurnau), Martina Hacker (Wonsees), Pfarrerin Claudia Jobst (Buchau), Maximilian Krüger (Peesten), Pfarrer Stefan Lipfert (Kasendorf), Pfarrer Thomas Oehmke (Krögelstein), Peter Schmeußer (Trumsdorf), Gudrun Semmelmann (Langenstadt), Pfarrer Daniel Städtler (Wonsees), Michael Staudt (Hollfeld), Daniel Ströbel (Kasendorf), Falk Taubmann (Azendorf), Roland Unger (Limmersdorf), Tanja Weigel (Berndorf) und Gerlinde Ziermann (Wonsees).

Etwa 8.500 Mitglieder der evangelisch-lutherischen Kirche leben im Dekanatsbezirk Thurnau. Die Dekanatsgrenzen erstrecken sich auf die vier Landkreise Bamberg, Lichtenfels, Bayreuth und Kulmbach. Dekanin Martina Beck leitet den Dekanatsbezirk zusammen mit dem Dekanatsausschuss. Dekanatssitz ist in Thurnau, im kirchlich-diakonischen Zentrum „Lichtblick“. mkr

Blickpunkt Thurnau vom Freitag, 13. März 2020, Seite 11 (14 Views)

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