E-paper - 13. März 2020
Blickpunkt Thurnau

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Standortsuche für Wasserspielplatz und Kneippanlage

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Schon in der Antike wurde die Heilkraft kalten Wassers für Körperanwendungen genutzt; später griff Sebastian Kneipp diese Wirkung für seine und nach ihm benannten Gesundheitskonzepte auf. Auch in Kasendorf wurde in der Vergangenheit verstärkt der Wunsch nach einer Kneippanlage sowie eines Wasserspielplatzes geäußert, zuletzt von der Kasendorfer Jugend im Rahmen der Zukunftswerkstatt. Mittlerweile hat die Marktverwaltung erste Umsetzungsmöglichkeiten dafür geprüft.

Mit dem sich durch den Markt ziehenden Friesenbach verfügt man in Kasendorf über ein natürliches fließendes Gewässer, das für die Einrichtung solcher Anlagen grundsätzlich als besonders geeignet erscheint. Daraus resultiert auch die Idee, den Bereich „Am Weidig“, also um das ehemalige Kasendorfer Lehrschwimmbecken für eine solche neue Freizeit- und Erholungsmöglichkeit in der Gemeinde zu nutzen. Aus diesem Grund fand dort am 12.02.2020 eine gemeinsame Ortsbegehung der Verwaltung und Vertretern der ASICCONSULT GmbH, die in den Bereichen des betrieblichen Gesundheitssystems sowie der Arbeitssicherung tätig sind, statt.

Bezüglich der Ausweisung eines Wasserspielplatzes wurde auf eine erhöhte Verkehrssicherungspflicht seitens der Kommune hingewiesen. Gerade die nach längeren Regenfällen herrschende starke Strömung stelle ein erhöhtes Gefährdungspotential dar und ziehe einen verstärkten Überwachungs- sowie Kontrollaufwand mit sich.

Bei der Anlage eines Kneippbeckens kommt andererseits erschwerlich hinzu, dass dieser Bereich vor allem bei längeren Trocken- und Hitzeperioden einen hohen Sedimentalanteil aufweist. Dadurch würde ein Kneippbecken binnen kürzester Zeit durch natürliche Ablagerungen verschmutzt werden. Eine verstärkte Keimbildung sei daher ebenfalls möglich.

Da die beiden Projekte auch von jugendlichen Seiten her als Verbesserungswünsche genannt wurden, ist es dem Marktgemeinderat ein großes Anliegen, eine Umsetzung dieser beiden Maßnahmen dennoch nicht aus den Augen zu verlieren. Daher gilt es nun, alternative Standorte zu finden und eine dortige Realisierung zu prüfen. Für Hinweise aus der Bevölkerung ist die Gemeindeverwaltung sehr dankbar.

Blickpunkt Thurnau vom Freitag, 13. März 2020, Seite 10 (9 Views)

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