E-paper - 13. März 2020
Blickpunkt Thurnau

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Haushaltssatzung beschlossen – Megaprojekte prägen Kasendorfer Haushaltsplan

Der Haushalt 2020 steht. Der Marktgemeinderat gab in seiner Sitzung vom 26.02.2020 grünes Licht für das wichtigste Zahlenwerk der Verwaltung. Wie vorherzusehen prägen gerade die großen Bauprojekte die kommunale Finanzwirtschaft Kasendorfs. Vor allem der Neubau der Kinderkrippe schlägt besonders hoch zu Buche. Andererseits profitiert der Markt von Schlüsselzuweisungen und einer hohen Steuerkraft.

Gemeinsam ist es der Marktverwaltung gelungen, einen soliden Haushaltsplan aufzustellen. Geschäftsleiter und Kämmerer Herbert Schmidt erläuterte dem Gemeinderat, dass trotz beginnender Konjunkturschwankungen die Steuereinnahmen gestiegen und die Kreisumlage gleichzeitig gesunken seien. Erstmals seit nahezu Jahrzehnten erhält Kasendorf wieder eine Schlüsselzuweisung und konnte 2019 insgesamt erhebliche Mehreinnahmen verzeichnen. „Mittel in der allgemeinen Rücklage betragen derzeit 3,68 Millionen Euro und verschaffen uns ein kräftiges Finanzpolster“, so erster Bürgermeister Bernd Steinhäuser, der dabei aber auch betonte, dass diesen die bevorstehenden Großprojekte und Investitionen gegenüberstehen.

In diesem Projektplan sind viele Maßnahmen enthalten, die das Gesicht und das Erscheinungsbild der Marktgemeinde positiv verändern werden. Für das größte, nahezu epochale Bauprojekt der nächsten Jahren, dem „Schwarzen Roß“ (Marktplatz 5), wurden für erste Realisierungsabschnitte insgesamt 2.000.000 Euro veranschlagt. Auch die Bauarbeiten am neuen Jugendtreff (Marktplatz 2) laufen auf Hochtouren. Da man in diesem Jahr mit der Fertigstellung der Maßnahme rechnet, wurden 1.200.00 Euro eingeplant. Besonders freut man sich seitens des Marktes darüber, dass bei diesen Projekten eine jeweils 90-prozentige Förderung aus dem Programm „Förderoffensive Nordostbayern“ in Aussicht gestellt worden ist.

Auf eine solche finanzielle Unterstützung aus Bundes- oder Landesmitteln kann bei der neuen Kinderkrippe mit 36 Krippenplätzen nicht zurückgegriffen werden. Für den Neubau in der Kirchstraße, für den im April der Spatenstich erfolgen soll, wurde ein kommunaler Eigenanteil von 2.120.000 Euro im Haushaltsplan vorgesehen und verdeutlicht den immer höher werdenden Stellenwert von Kinderbetreuungseinrichtungen. Investiert wird in diesem Jahr auch in den dritten Bauabschnitt des Heubscher Neubaugebiets „Am Fichtig“. Insgesamt 900.000 Euro sind für die Erschließungsmaßnahmen vorgesehen, die Anfang des Jahres begonnen werden konnten.

Neben den großen Investitionen zählen natürlich auch die laufenden Aufgaben wie Unterhalt von Straßen, Gehwegen oder Grünanlagen zu den Schwerpunkten des Haushaltsplans. Auch für kleinere Projekte wurden finanzielle Mittel eingestellt. So sollen in diesem Jahr erste Wünsche der Kasendorfer Jugendlichen, die sich aus der Durchführung der Kasendorfer Zukunftswerkstatt hervorgehoben haben, umgesetzt werden.

Insgesamt schließt der Vermögenshaushalt mit 5.061.700 Euro, der Verwaltungshaushalt mit 855.000 Euro. Wie gesetzlich vorgeschrieben, wurden dem Haushaltsplan auch der Finanzplan, die Kreditermächtigungen sowie die Höchstbeträge der Kassenkredite beigefügt. Auch die Hebesätze der Marktgemeinde für die Berechnung der Gewerbesteuer wurden erneut angegeben. Diese bleiben unverändert bei 300 v.H. Die Haushaltssatzung konnte insgesamt einstimmig und ohne Einwände beschlossen werden.

Gerade die bevorstehenden Kommunalwahl sowie die neue Zusammensetzung des Marktgemeinderates war wesentlicher Grund für Verwaltung und Gemeinderat, den Haushalt 2020 schnellstens auf den Weg zu bringen. „Durch die frühzeitige Aufstellung haben wir einen größeren zeitlichen Handlungsspielraum, können Ausschreibungen und Vergaben eher durchführen und die geplanten Leistungen somit umso schneller anpacken und fortführen“, so Bürgermeister Steinhäuser.

Der Haushaltsplan wird nun dem Landratsamt Kulmbach als Rechtsaufsichtsbehörde zur Genehmigung vorgelegt. Sobald diese erteilt ist, kann mit der weiteren Umsetzung der Projekte begonnen werden.

Blickpunkt Thurnau vom Freitag, 13. März 2020, Seite 10 (10 Views)

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