E-paper - 12. Juli 2019
Blickpunkt Thurnau

E-Paper - Auswahl
 
 

Peestener „Papageienhaus“ wird abgerissen

Baufällige Gebäude, verwahrloste Grundstücke, unübersichtliche Straßenverhältnisse - die Ist-Situation in der Judengasse auf Höhe des Anwesens „Peesten 31“. Doch damit ist nun Schluss: Die Abrissbagger sind bereits angerückt. Die Gebäude sind bald Geschichte.

Das Anwesen besteht aus einem seit über 10 Jahre leer stehenden Wohnhaus – unter der Bevölkerung auch als „Papageienhaus“ bezeichnet – sowie einer schräg gegenüberliegenden Scheune. Beide Gebäude sind stark baufällig und teilweise bereits eingestürzt. Das gesamte Areal wurde mittlerweile durch die Marktgemeinde erworben. Durch den Abriss soll vorrangig eine Verbesserung der sehr ungünstigen und beengten Verkehrssituation erfolgen: An der Stelle des Hauses erfolgt eine Fahrbahnverbreiterung, auf Höhe der Scheune wird ebenfalls eine Ausweichstelle direkt neben der Fahrbahn entstehen. Zur Stabilisierung des Hangbereichs hinter dem Wohnhaus wird eine Stützwand aus Sandsteinen errichtet. Die Freiflächen werden in diesem Zuge ebenfalls neu gestaltet.

Das Projekt wurde mit Kosten in Gesamthöhe von 300.000 Euro veranschlagt und mit einem Fördersatz von 90 % aus dem Programm „Förderoffensive Nordostbayern“ bezuschusst. Mit diesem Sonderförderprojekt unterstützt der Freistaat Kommunen beim Kampf gegen den Verfall und Leerstand in Stadt- und Ortskernen.

Der Marktgemeinderat ist froh, mit dieser Unterstützung nun endlich handeln zu können – Vielen war das Anwesen schon jahrelang ein Dorn im Auge. „Das ist eine einmalige Chance, diesen Bereich Peestens aufzuwerten sowie verkehrsgünstiger zu gestalten“, so Bürgermeister Bernd Steinhäuser. Von gleichem Förderprogramm wird auch das Bauprojekt „Schwarzes Roß“ am Kasendorfer Markt profitieren.

Das Innere von Haus und Scheune sowie die Außenbereiche wurden bereits im Mai durch eine Fachfirma vom Unrat befreit. In den nächsten Wochen werden die Gebäude dem Erdboden gleichgemacht. Im Rahmen dieser Abrissarbeiten wird es aufgrund der beengten Verhältnisse zu kurzen Wartezeiten bzw. kurzfristigen Straßensperrungen im genannten Bereich kommen. Die Bevölkerung wird um Verständnis gebeten. Die Anfahrten der betroffenen Grundstücke durch die wöchentliche Müllabfuhr sind gewährleistet.

Blickpunkt Thurnau vom Freitag, 12. Juli 2019, Seite 9 (33 Views)

ZURÜCK ZUR SEITE